Archiv für April 2009

OPEN TRAILS! Mehr Unterstützung für Mountainbiker im Großraum München

Aufruf zur Demonstration auf dem Marienplatz in München durch die Deutsche Initiative Mountainbike DIMB e.V., DAV-M97 und Stefan Herrmann

Häufig gestellte Fragen (FAQs)  zur Demonstration und zur Unterschriftenliste

 

Frage: Wann und wo findet die Demo denn statt?

Antwort: Am Samstag, den 25. April 2009 ab 15.00h auf dem Marienplatz in München. Für die Fernanreise: Der Marienplatz ist bestens per U-Bahn/S-Bahn erreichbar. Bitte nutzt öffentliche Verkehrsmittel oder bildet Fahrgemeinschaften und nutzt Park und Ride-Plätze.

Frage: Und wie läuft die ganze Sache zeitlich ab?

Antwort: Aufbau: Ab 12.00h auf dem Marienplatz in München Ordner und Helfer (siehe unten) treffen bitte spätestens um 13.00h ein Demo-Beginn: Ab 15.00h bis 16.30h mit Redebeiträgen und Informationen Weiter geht es: Ab 16.30h ziehen wir durch die Innenstadt weiter über den Altstadtring zum Gehsteig gegenüber der Bayerischen Staatskanzlei Schlusskundgebung: Ab 17.00h bis 18.00h an der Bayerischen Staatskanzlei Abbau: Am Marienplatz bis 17.30h und bei der Bayerischen Staatskanzlei bis 19.00h

Frage: Wie sieht denn der Aufbau aus?

Antwort: Wir werden auf dem Marienplatz mindestens einen Informationsstand mit Zelt und eine kleine Bühne mit Lautsprecheranlage haben. Auch zur Schlusskundgebung wird es einen kleinen Aufbau geben.

Frage: Ich will helfen – was kann ich denn sonst noch tun?

Antwort: Wir benötigen noch dringend Helfer, die als freiwillige Ordner bei der Demo mitarbeiten. Hierzu benötigt Ihr lediglich ein wenig mehr Zeit und eine Warnweste (wie für das Auto); es sind keinerlei „Türsteheraufgaben“ damit verbunden. Wir benötigen auch noch Freiwillige für den Auf- und Abbau. Bitte meldet Euch hierzu unter Angabe Eurer Telefonnummer mit dem Stichwort Helfer per email bei: magnus.toelle (ät) dimb.de.

Frage: Was bringt so eine Demo überhaupt? Und was für Ziele habt Ihr?  Wir haben doch bisher kaum Probleme hier in München, oder…?

Antwort: Probleme gibt es durchaus! Die schnelle Beseitigung des sogenannten Bombenkraters, auch wenn juristisch gerechtfertigt, hat deutlich gezeigt: Es fehlt der politische Wille zur Berücksichtigung des Mountainbikens als Breitensport, als sinnvolle Jugendaktivität und zur Erholung. Das Mountainbiken ist ein Individualsport. Dass der Sport von vielen tausend Begeisterten im Großraum München ausgeübt wird, ist daher oft nicht bekannt.

Wir Biker stellen inzwischen auch einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar; nicht nur durch unmittelbare Kaufkraft (Bikes, Kleidung und Komponenten), sondern auch für die Gastronomie, bei Übernachtungen und dem Tourismus. Das Bild des Mountainbikens in der Öffentlichkeit ist oftmals geprägt von Vorurteilen.  Diesen wollen wir uns als Gemeinschaft von aufgeschlossenen, rücksichtsvollen Mountainbikern entgegensetzen. Dieses gemeinsame Anliegen eint auch die unterschiedlichen Ausprägungen unseres Sports; egal ob Cross-Country Racer, Downhiller, Dirtjumper oder Singlespeeder.

Die Demo dient primär zwei Zielen: Erstens als Ausdruck unseres gemeinsamen Anliegens:

OPEN TRAILS! Mehr Unterstützung für Mountainbiker im Großraum München!

Hiermit zeigen wir, dass das Mountainbiken das Anliegen Tausender, und nicht weniger Einzelner ist. Zweitens: Wir benötigen Eure breite Unterstützung für die Durchsetzung des Konzepts der DIMB, DAV-M97 und Stefan Herrmann. Das Konzept bezieht sich sowohl auf eine Alternative zum Bombenkrater als auch auf die Erhaltung unserer geliebten Isartrails.

Zur Alternative für den Bombenkrater: Das Konzept beinhaltet den Appell zur aktiven Mitarbeit seitens der Grundstückseigentümer; in vielen Fällen ist dies die öffentliche Hand.  Es braucht die aktive Unterstützung seitens der Behörden bei der Auswahl, Planung, Erschließung und Genehmigung eines geeigneten Areals.

Geplant ist, den Betrieb, die Haftung und das Hausrecht eines neuen Dirtspots durch einen einschlägigen Verein sicherzustellen. DIMB, DAV-M97 und weitere Organisationen bieten Unterstützung hierzu; z.B. durch den Leitfaden Legalize Freeride und die Beratung vor Ort.

Zu den Isartrails: Naturschutz und Mountainbiken lassen sich sehr wohl gut vereinbaren.  Eine erfolgreiche Umsetzung benötigt aber den politischen Willen und den Druck einer breiten Öffentlichkeit. Grundlage ist die Idee einer Freigabe von definierten Pfaden zum Befahren durch Mountainbiker auf eigene Gefahr.  Diese Pfade werden in ein Nutzungshandbuch eingearbeitet. Wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Integration dieser Pfade in den Managementplan für jene Gebiete in den Isarauen, die nach der sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-EU-Richtlinie) ausgewiesen sind. Ziel der FFH-Richtlinie ist es, die natürliche Artenvielfalt zu bewahren und die natürlichen Flächen Lebensräume von wilden Tieren und Pflanzen zu erhalten oder wiederherzustellen.

Die DIMB, DAV-M97 und weitere Organisationen bieten hierzu den zuständigen Ämtern die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung an. Auch bei dem vorgeschriebenen Monitoring des Zustandes der Gebiete nach FFH-Richtlinie wollen wir uns gern einbringen.

Frage: Und wie kann ich mich aktiv beteiligen?

Antwort: Die Demo soll der Öffentlichkeit zeigen, welche Anliegen wir Mountainbiker wirklich haben – und wie viele wir sind. Folgende Möglichkeiten der aktiven Teilnahme erlauben dies:

Druckt die Demo-Flyer selbst aus (ohne Rand) und verteilt diese. Durch das A6-Format ergeben sich 4 Exemplare aus einer DIN-A4-Seite; es ist also sehr einfach und ökonomisch, eine recht hohe Anzahl an Flyern selbst zu erstellen. Bitte unbedingt auch die Rückseite ausdrucken, dort finden sich wichtige Hinweise zum Herausgeber und zum Druck. Eine Papierversion in hoher Auflage wird ebenfalls in München und Umgebung verteilt.

Das gleiche gilt für die Unterschriftenliste.  Selbst ausdrucken, von Mountainbikern ausfüllen lassen und per Post bis zum 03. Mai an die auf der Liste angegebene Adresse senden. Diese Listen helfen uns sehr, die hohe Anzahl an Mountainbikern bei unseren folgenden Gesprächen mit den Behörden und den Grundstücks-Eigentümern glaubhaft darzulegen.

Mitarbeit in Form von Redebeiträgen. Gern geben wir Euch Gelegenheit, Euren Standpunkt während der Demo auf der Bühne zu vertreten. Bitte meldet Euch hierzu mit dem Stichwort Redebeitrag per email bei: magnus.toelle (ät) dimb.de.

Leitet sowohl den Flyer als auch die Unterschriftenliste per email weiter.

Selbstgefertigte Transparente, Schilder und T-Shirts. Drückt Eure eigene Meinung zu den Themen aus. Beteiligt Eure Freunde oder Kinder daran.

Bitte verzichtet auf ausfallende oder gar beleidigende Sprüche und lasst bitte jeglichen Bezug auf andere dramatische Ereignisse wie den tragischen Amoklauf vor ein paar Wochen.

Im kleinen Umfang könnt Ihr im DIMB-Zelt vor dem Beginn der Demo Eure eigenen Schilder basteln. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche.

Bitte: Die Schilderhalter auf eine Länge von max. 2m beschränken; es gibt Hochspannungsleitungen der  Tram auf unserem Weg und weitere Auflagen hierzu.

Als Anregung: Eine kleine schwarze Armbinde drückt Eure Trauer über den Verlust des Bombenkraters aus.

Macht Eure Nachbarn, Freunde, Kollegen und Vereinsmitglieder auf die Demo aufmerksam und motiviert diese persönlich, mitzumachen.

Stärkt die positive Lobby pro Mountainbiken durch Euer Engagement und der Demo-Teilnahme.  Kommt in Eurem bevorzugten Outfit – und zeigt, wer Ihr seid und was ihr an diesem Sport so liebt.

Werdet Mitglied bei der DIMB,  DAV-M97 oder den beteiligten Mountainbike-Vereinen. Es geht uns hierbei nicht um plumpe Anwerbung von Mitgliedern – mit einer höheren Mitgliederanzahl haben wir schlicht mehr politische Kraft und wir schaffen eine stärkere Lobby.

Werdet politisch aktiv und kontaktiert Eure Gemeinde und Abgeordnete auf kommunaler,  Landes- oder Bundesebene und drängt auf das Thema.

Frage: Ich wäre ja gern dabei, aber ich muss an dem Samstag leider meine Beine rasieren, einen Laktat-Test machen oder mit meinen Spezls in den Bikepark…?

Antwort: Es ist dringend Zeit, jetzt etwas zu tun! Wenn wir Mountainbiker ewig warten, bis sich irgendjemand um unser Anliegen kümmert, kann es schon bald zu spät sein!

Frage: Wir sind ein Verein oder eine Mountainbikergruppe – wie können wir uns weitergehend beteiligen?

Antwort: Gern könnt Ihr nach vorheriger Absprache einen kleinen Informationsstand auf dem Marienplatz aufbauen. Bitte meldet Euch hierzu mit dem Stichwort Infostand per email bei: magnus.toelle (ät) dimb.de.

Tragt Euer Trikot, damit man Euch als Gruppe wahrnehmen kann. Tretet durch Transparente, Infomaterial oder Schilder als von außen wahrnehmbarer Verein während der Demo auf.

Überlegt Euch einmal, als Verein der DIMB oder dem DAV-M97 beizutreten. Eine höhere Mitgliederanzahl bedeutet ein höheres Gewicht bei politisch geprägten Diskussionen und Entscheidungen.

Frage: Soll ich mein Bike mitnehmen und darf ich meinen Helm tragen?

Antwort: Wir empfehlen, dass Bike nicht mitzunehmen. Das Bike ist ein ideales Gefährt, um umweltfreundlich zum Marienplatz zu kommen – aber es ist einfach zu unhandlich. Also besser ohne… Im Bereich der Innenstadt ist das Radlfahren in jedem Fall bekanntlich untersagt; und daran halten wir uns auch. Wenn Ihr mit dem Rad kommt, wäre es günstig, wenn Ihr eine Klingel für ein kleines Konzert montiert hättet. Ein Fullfacehelm fällt unter das Vermummungs­verbot und sollte keinesfalls getragen werden. Nicht geschlossene Helme, die keine größeren Teile des Gesichts verdecken, sind kein Problem.

Frage: Habt Ihr sonst noch Tipps?

Antwort: Bitte denkt an Wetter- und Sonnenschutz und etwas Proviant. Bringt Eure gute Laune und Eure Ausdauer mit – und helft uns, die Demonstration zu einem eindrucksvollen und friedlichen Ereignis werden zu lassen.

pedaliero Nummer 18 “Reisen bildet”

titel-pedaliero-18.jpgU.a. mit: Island - Nichts für Warmduscher, Joscha Forstreuter und Timo Pritzel unterwegs in China; Beruf Weltenbummler: Pro-Freerider Alban Aubert über die Lust am Reisen; Krummdolch, Kat, Kalaschnikow - Biken im Hochland des Jemen; Werkspionage: Rumgeschnüffelt bei Ergon; Die Lümmel von der ersten Bank: Mountainbiken an der Uni Hamburg; Ein Brief an den pedaliéro: Wigald Boning uvam.

Heft No. 18 zum Download (pdf 20 MB)

Bikepark Winterberg startet am 10. April in die neue Bike-Saison

Lift transportiert nun wieder Mountainbiker - Vorbereitungen auf Dirt Masters jump_northshore.JPG- Als erster Bikepark in Deutschland startet der Bikepark in die Bikesaison 2009. Ab dem 10. April dreht sich der Lift auf der Winterberger Kappe und transportiert statt Skifahrern nun wieder Mountainbiker mitsamt Rad hinauf auf den Berg. Tagelang hat das Bikepark-Team den teils noch meterhohen Schnee aus den Strecken geschaufelt. Nun ist so gut wie alles wieder befahrbar. 

Mit insgesamt neun Strecken ist der Bikepark Winterberg ein riesiger Abenteuerspielplatz für Biker und der besucherstärkste Bikepark Deutschlands. Alle Strecken werden in den nächsten Tagen und Wochen generalüberholt. Wo die Beanspruchung durch die vergangene Bikesaison und der harte Winter ihre Spuren hinterlassen haben, werden Löcher und Rinnen ausgebessert, Strecken geebnet und mit neuer Sandauflage versehen. Nach und nach bringen die Bikepark-Mitarbeiter so alles auf den gewohnt hohen Standard an Streckenqualität. Dabei denken sie auch an die Sicherheit. Obstacles, Zäune und Hinweisschilder werden alle überprüft.Die Renovierungsarbeiten sind also noch nicht abgeschlossen. Dennoch hat sich der Betreiber dazu entschlossen, den Park zu öffnen und den Mountainbikern den frühen Abfahrtsspaß zu ermöglichen. Regulär beginnt die Saison am 1. Mai. Bis dahin wird sich noch eines tun im Bikepark Winterberg.

Die Vorbereitungen auf das Dirt Masters, Europas größtem Freeride Festival vom 21. bis 24. Mai, laufen bereits. Dazu wird insbesondere der Slopestyle-Parcours komplett umgestaltet. Streckendesigner Diddie Schneider will wenig genutzte Elemente entfernen und gegen attraktivere austauschen. Und hat sich zudem noch einige Überraschungen ausgedacht.

Um mehr Gäste mit Leihmaterial zu versorgen, hat das Bikepark-Team in den vergangenen Wochen die Bikestation entscheidend vergrößert. Auf doppelter Fläche verleiht der Bikepark Räder Protektoren und Helme. Weitere hochwertige Markenprodukte von Votek, Nicolai, Bergamond, Rocky Mountain und einigen anderen Herstellern sind zudem bestellt. Das neue Material wird bis zum 1. Mai nach und nach eintreffen.

Bikepark Winterberg: Abfahren auf neun Kilometern!

Der Bikepark Winterberg ist mit insgesamt neun Kilometern angelegten Abfahrtsstrecken der beliebteste und vielseitigste deutsche Bikepark. Hier trainieren unter anderem die Deutsche Downhill-Meisterin Antje Kramer und der Europameister 4 X, Joost Wichman. Das Besondere am Bikepark Winterberg ist: Ein Sessellift und ein Schlepplift transportieren die Biker bequem wieder den Berg hinauf. Zum Angebot gehören:

Free Cross Strecke (rot = mittelschwer bis schwer)

Zahlreiche Steilkurven, Sprünge und Tables fordern die Biker heraus.

Downhill Strecke (schwarz = schwer)

Wurzelpassagen, Sprünge, Steinfelder und Gaps in unterschiedlichen Höhen gehören zu den typischen Elementen.

Übungsparcours (blau = leicht)

Hier gibt es alle Elemente, die der Biker zum Erlernen oder zum Verbessern seiner Fahrpraxis benötigt.

4 X Strecke (rot = leicht bis mittelschwer)

Vier Biker können gleichzeitig gegeneinander antreten. Sprünge, Anlieger und Wellen machen diese Strecke zu einer idealen Rennstrecke.

Fun Ride Strecke (rot = mittelschwer bis schwer)

Spaßbetonte Mischung aus allen Streckentypen. So gut wie alle Funelemente der vielen Bikepark-Strecken finden sich hier wieder. Die Streckenoberfläche ist weitgehend naturbelassen, ohne Sandauflage.

Slopestyle-Parcours (rot = leicht bis schwer)

Erinnert an einen Skatepark, nur dass die Streckenführung nicht aus Beton ist, sondern eine Sandauflage hat. Spaßbetonte Strecke mit Sprüngen, Wall Rides und Drops in unterschiedlichsten Variationen.

North Shore Trail (schwarz = schwer)

Die typischen Holztrails sind bis zu zwei Meter hoch und beinhalten Sprünge, Drops, Steilkurven und einige Wippen.

Continental Track  (rot = leicht bis mittelschwer)

Sowohl für Einstieger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Über die 400 Meter Brechsandstrecke erstrecken sich unterschiedlichste Fun-Elemente, darunter viele Holzkonstruktionen wie eine kleine Box, kleine North Shores und ein Wallride. Dazu große Anlieger und flache, schnelle Sprünge.

Bikestation

In der dazugehörigen Bikestation können die Besucher ab Anfang Mai spezielle Räder wie Tourenbikes, All-Mountain-, Enduro- Downhill-, Dirt-, 4X, Free-Ride-Bikes und Kinderbikes sowie Protektoren ausleihen. Im Bikepark Winterberg wird Sicherheit groß geschrieben. Zu ihrem eigenen Schutz müssen die Biker auf allen Strecken Helme tragen. Auf bestimmten Strecken ist Vollkörperschutz vorgeschrieben.

Fahrtechnikkurse

Auf vorherige Anmeldung können die Besucher an MTB Kursen teilnehmen. Unter Anleitung erfahrener Guides lernen Sie, wie sie rasant und trotzdem sicher fahren können. Feste Kurstermine sind im Internet angegeben. Privatstunden sind möglich.

Geführte Touren

Über die schönsten Strecken der Region, auf Anfrage und vorherige Anmeldung, mit Bring- und Abholservice für Räder.

Während der Saison täglich geöffnet

Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr

Samstag und Sonntag, sowie an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr