Augenzeugenbericht vom 1st Electronic Dirtjump Weekend

sebastianschlecht_dachsprungb.jpgDie Saison neigt sich dem Ende zu. Der Dry Cup auf dem 1st ELECTRONIC DIRTJUMP WEEKEND galt also als Saisonabschluss. Und mit rund 200 Tonnen Erde, mitten auf dem Innenhof der Muna, wurde dieser auch gebührend gefeiert. Die Fahrer zeigten Trickfeuerwerke, die selbst Silvester verblassen lassen würde. Alles startete gemütlich mit einer Hand voll Fahrern, die am Freitagnachmittag die Erde, oder vielmehr das ausgeklügelte System an Dirts, antestete. Die Rider starteten vom Dach der Partylocation und sprangen über zwei riesige Doubles, um danach über den letzten Sprung wieder gezielt auf dem Dach der MUNA zu landen. Doch schon bei Beginn des Trainings wurde klar: das Gap auf die großzügige Dachterrasse des Dorfcafés MUNA wird der Publikumsmagnet Nummer 1. Marius Hoppensack drehte am Rad und zeigte, auf welchem Niveau die deutschen Fahrer den Gummi auf die Rampen drücken. Damit verdiente sich der junge Duisburger den ersten Platz.

Doch die Stimmung hielt sich am Sidepunkt, als der Halberstädter Philipp Block sein Rad per Vorwärtssalto über den ersten Sprung des Muna Hofes rotierte. Der Moment, als er unversehrt mit beiden Rädern den Boden berührte, war unbeschreiblich. Für eine Millisekunde stockte jedem Zuschauer der Atem, die nun folgenden Momente waren noch kilometerweit zu hören. Für kurze Zeit gab es nur noch Stehplätze, denn niemand konnte sich jetzt noch auf seinem Sitzplatz halten. Gänsehautstimmung par Excellence.

Am Abend drehte die Muna dann richtig auf. Jetzt waren hämmernde Beats und stampfende Füße gefragt. Hier konnte DJ REAL überzeugen, der dem Drum n Bass Floor einheizte. Auf der Mainstage machte Dyse mit Schleck und Stecker Supporters Club dem Publikum Alarm und kündigte die berüchtigten und sehnlichst erwarteten THE WORLD DOMINATION an. Die Muna geht natürlich auch mit der Zeit, dies bewiesen die Jungs wieder mit Tring Trong, die im kleinsten, aber besten Floor, namens Uhu, den besten 90er Jahre Eurodance spielten, den die Welt je gesehen hat. Als die Sonne sich am Morgen dann noch zu Wort meldete, sah keiner einen Grund, die Feierei zu stoppen. So wurde, wie erwartet, der Sonntag zum Afterhourtag ernannt und alle lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Der DRY CUP meldet sich nächstes Jahr, bis dahin Zähne geputzt, Hände gewaschen und die Tage gezählt.

Quelle: PM 3Essen

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